Bezirkstagskandidat Benjamin Lettl fordert „qualifizierte Entgiftungsplätze für Jugendliche“

20. September 2018

Bezirkstagskandidat und Suchttherapeut Benjamin Lettl fordert anlässlich seines Besuchs beim Deutschen Suchtkongress in Hamburg, dass auch in den ländlichen Regionen eine professionelle und an der Zielgruppe ausgerichtete Suchtbehandlung etabliert wird.

Kongresspräsident Prof. Dr. Rainer Thomasius stellte Bedeutung von Kindern und Jugendlichen in der Suchtbehandlung während der dreitägigen Veranstaltung in den Fokus. Prof. Thomasius erläuterte, dass es in Deutschland exakt 20 Anlaufstellen für eine qualifizierte Entgiftung Jugendlicher gebe, hierbei lediglich zwei in Bayern mit München und Augsburg. „Aus meiner Sicht müssen die dringend erforderlichen Entgiftungsplätze im Bezirkskrankenhaus in Mainkofen für Jugendliche wieder eingerichtet werden“ erläutert Benjamin Lettl. Aus seiner Sicht sei es ihm unerklärlich, weshalb die bereits bestandenen Plätze in Mainkofen zugemacht wurden. Zudem äußerte Lettl erneut Kritik an der angeblichen Datenlage aus den bayerischen Ministerien, die den Landtagsabgeordneten Bernhard Roos aus Passau und Johanna Werner-Muggendorfer aus Kelheim vorgelegt wurden.

„In der Fachwelt sprechen wir seit geraumer Zeit nicht mehr ausschließlich von Abhängigkeiten sondern von klinisch relevantem Konsum. Hier erscheinen die Suchtmittel Tabak, Alkohol und Medikamente in einem erschreckenden Ausmaß“ erläutert Lettl die aktuellen Zahlen. Laut Staatsministerin Melanie Huml liegt bei 1,5 Millionen Menschen in Bayern zwischen 18 und 64 Jahren ein klinisch relevanter Alkoholkonsum bzw. bei 500.000 Menschen in dieser Alterskohorte ein klinisch relevanter Medikamentenkonsum vor.

Teilen